Knochenaufbau
Ursachen des Knochenverlustes
Knochenverlust kann viele verschiedene Ursachen haben, z.B. Entzündungen des Zahnfleisches und Knochens aufgrund bakteriellen Plaques. Die Bakterien zerstören den zahntragenden Knochen, es entstehen im Knochen Defekte, ein Hauptsymptom der Parodontitis. Auch nachdem ein Zahn gezogen wurde, nimmt die Höhe und Dicke des Kieferknochens ab, da die mechanische Belastung fehlt. Auch durch Unfälle, z.B. wenn Zähne zusammen mit Kieferknochen ausgeschlagen werden, kommt es zu Knochendefekten. Eine ausreichende Menge Knochen ist allerdings unbedingt erforderlich, um die langfristige Stabilität Ihrer Zähne oder Dentalimplantate sicherzustellen.
Auch für das gute Aussehen Ihrer Zähne und des Zahnfleisches muß eine ausreichende Menge Knochen vorhanden sein. Wann ist nun eine Knochenrekonstruktion / -wiederaufbau erforderlich?
Zystendefekt |

Freiliegendes Implantat
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Knochenaufbau
Der Kieferknochen kann aufgebaut werden durch an anderer Stelle entnommenen eigenen Knochen, Knochenspäne, die beim Bohrvorgang gewonnen werden und/oder Knochenersatzmaterial. Dazu wird das neue Material dem Kieferknochen angelagert. Dies kann vor oder auch während der Implantation geschehen.
Bei der Benutzung von Knochenersatzmaterial nutzt man die Fähigkeit des menschlichen Knochens sich zu regenerieren, das heißt fehlende Knochenmasse nachzubilden.
Der sich neu bildende Knochen benötigt eine Stützstruktur, das gewissermaßen als „Vorlage“ für die Knochenneubildung dient. Hierzu eignet sich die hochporöse Struktur des Ersatzmaterials, den Knochenbildungszellen, den sog. Osteoblasten diese Stütze bietet.
Knochenersatzmaterial |
Das Zahnfleisch über diesem Gebiet muß speicheldicht vernäht werden, um eine Infektion zu vermeiden. Antibiotikagaben sind da hilfreich. Der Körper baut das hinzu gekommene Material nach und nach in eigenen Knochen um. Allerdings dauert dieser Vorgang einige Monate. Manchmal werden die Knochenblöcke mit kleinen Titanschrauben befestigt.
Um die Neubildung von Knochen zu schützen, wird das Gebiet mit einer Membran abgedeckt. Diese verhindert das Einwachsen von Bindegewebe und Schleimhaut in dieses Gebiet .Diese Membran wird vom Körper nach und nach abgebaut und muß daher nicht mehr entfernt werden.
Sehen Sie dazu auch folgendes Video: 
Knochenspreizung
Bei schmalem Knochen kann dieser mit einem feinem Längsschnitt geteilt und anschließend aufgespreizt werden. Dann wird das Implantat dort eingesetzt und die entstandenen Hohlräume wieder mit Knochenersatzmaterial aufgefüllt.
Kieferhöhlenbodenanhebung
Will man im Bereich der Kieferhöhle Implantate einsetzen, muß erst in der Kieferhöhle Knochen aufgebaut werden, da sich in diesem Bereich, wie der Namen sagt, ein mehr oder weniger großer Hohlraum befindet. Durch ein kleines Fenster wirde die Kieferhöhle eröffnet, die darin befindliche Schleimhaut vorsichtig nach oben angehoben, um in den gewonnen Hohlraum das Implantat zu platzieren um dann in die freien Räume oberhalb und seitlich vom Implantat Knochenersatzmaterial einzubringen. So kann man elegant selbst bei geringer Restknochenhöhe ein oder mehrere Implantate in diesem Bereich einsetzen.
Kieferhöhle am Schädelpräparat |

Schema Kieferhöhle, Implantat, Knochenersatzmaterial*
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Wie wird die Behandlung mit Knochenersatzmaterial ausgeführt?
A) Knochenrekonstruktion und Einbringen des Dentalimplantats finden gleichzeitig statt.
Dentalimplantat
Freiliegendes Implantat durch fehlende Knochenmasse |
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| Bevor das Knochenersatzmaterial eingebracht wird, wird es mit Eigenblut vermengt |
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| Auffüllen des Knochens mit Knochenersatzmaterial ,um neuen Knochen zu bilden |
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| Um die Knochenregeneration zu schützen, wird eine Membran über die Wunde gelegt. |
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